Abschied von Heiner Gehring

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Unser Freund und Weggefährte Heiner Gehring verstarb überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 41 Jahren am 25. Juli 2004, als einziges Kind seiner Eltern. Ich kannte Heiner nun fast 10 Jahre, wir haben einiges zusammen erlebt und diskutiert, mit diesen Zeilen möchte ich mich von ihm verabschieden. Er war Autor einiger Artikel im Magazin2000plus.

Mitte der Neunzigerjahre erhielt ich eine Epost mit dem Hinweis, ein Forumsartikel von mir wäre nun in einer Publikation der ”Inneren Erde Gemeinschaft”abgedruckt.

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Nach einigen Recherchen und Telefonaten bekam ich Kontakt zu Heiner, der Autor und Herausgeber der genannten Publikationen war und von nun an trafen wir uns regelmässig.

Die stets aufrichtige und zielgerichtete Art seiner Gesprächsführung zogen mich genauso an wie sein umfangreiches Wissen und die Vielseitigkeit seiner Interessen. Heiner war ein sorgfältig arbeitender und akribisch recherchierender Autor – Patriot, Maieutiker und im besten Sinne des Wortes Kulturschaffender, zeitlebens gehörte er zur Avantgarde.

Heiner arbeitete in dieser Zeit noch nicht in der ”freien Wirtschaft” sondern als Dipl.-Psychologe an der Universität Osnabrück bei einem Friedens- und Konfliktforschungsprojekt, war nebenberuflich Mitherausgeber eines ”Rundbriefes für ökologische Patrioten - Volk und Land” und bereitete Besuchern des Hermannstages 1996 eine sachkundige Führung in Kalkriese, mit seinen Untersuchungen des Schlachtfeldes, wo ”ein germanisches Heer unter der Führung des Cheruskerfürsten Hermann das freie Germanien unserer Ahnen vor dem Schicksal der Romanisierung und den Folgen der Degeneration des Römischen Reiches bewahrte” füllte er Artikelseiten in ”Europa vorn” (1) und auch im ”Eckartboten”.

Seine geschichtlichen, psychologischen und technikbezogenen Forschungen führten ihn immer weiter voran bei der Untersuchung von Vorgängen um Flugscheiben im Dritten Reich, Neuschwabenland, die Hohle Erde, Tibetforschungen, Bewußtseinskontrolle oder forensischer Psychiatrie. Als einer der ersten publizierte Heiner die Erkenntnisse von David Hatcher Childress in Deutschland. (2)

Parallel entwickelte Heiner – neben dem ihm eigenen sachlich korrekten Schreibstil – eine ästhetische Ausdrucksweise, neben seinen zahlreichen richtungsweisenden Buchveröffentlichungen gibt es einige Musikprojekte auf Schallplatte und CD, auch hier hat er in dem entstehenden Bereich der ”schwarzen Kultur” Zeichen gesetzt.

Eine Anerkennung – als Buchautor und als Musiker – ist ihm zuteil geworden wegen seines Engagements, Realitätsbezuges und seiner eigenen Ästhetik.

Bei seinen Forschungen hat er sich stets auf ”Fakten” verlassen, nie auf Spekulationen und Wunschdenken. (3)

Durch die Zusammenarbeit mit Henry Stevens vom ”German Research Projekt” (Californien/USA) sind zahlreiche Patentunterlagen, Zeitungsartikel und Urschriften über ”Kraut Saucers” wieder nach Deutschland gelangt, ebenso wie seine Verdienste um die Aufarbeitung der Flugscheibendokumente von Andreas Epp (4), Schauberger, Schriever oder Habermohl, was wohl auch andere Veröffentlichungen inspiriert haben mag. (5)

Bei seinen Recherchen zu Admiral Byrd und dessen ”Feldzug” gegen die sog. Reichsdeutschen Basen entdeckte Heiner philatelistische Leckerbissen, z.B. gestempelte und versandte ”Kriegspost” von Einheiten, die an der Operation beteiligt waren oder auch Hinweise auf Bilder von Fahnenabwürfen mit Freimaurersymbolik, die Byrd Ende der Zwanzigerjahre über der Antarktis abwarf.

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Beeindruckt hat mich persönlich auch seine Ausgrabung eines Artikels von 1935 über sonderbare Luftfahrzeuge (6), sowie auch die Erkenntnisse, die Rothkugel dann über frühe deutsche und englische Technologie veröffentlichte. (7).

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Heiner baute sich ein eigenes Archiv auf, dies wird deutlich in einem Text aus einer seiner I.E.G-Schriften (8):

In dem I. E. G. Archiv mit Hinweisen, Daten und Schriftstocken von bzw. über rund 600 Gruppen, Orden und esoterische Gesellschaften der letzten 100 Jahre (ohne Freimaurer und ähnliche Großgruppen ) finden sich folgende Templereien:

(1) Ordo Militiae Crucis Templi in Nürnberg;
(2) Archivkonvent der Templer in München;
(3) Souveräner Orden der Tempelritter des Tempels von Jerusalem in Deutschland,
(4) Templer Orden des Rite of York;
(5) Arcan Solaire m Frankreich;
(6) WeltTemplerOrden in Wien;
(7) Templer Orden in Wien;
(8) Satanic Templars;
(9) Wiederhergestellter Orden vom Tempel in Paris;
(10) Orden der Tempelritter vom Heiligen Gral in Wien;
(11) Souveräner Orden vom SonnenTempel;
(12) Freier Templer Orden;
(13) OrientalischOrthodoxKatholischer Orden der Templer; und
(14) ein supergeheimer (lnermit nicht mehr) Milita Templariorum Templi mit
Hauptquartier in New York.

All diese Templeristen sind, wie sich zeigen wird, entweder unwürdig oder keine wahren Abkömmlinge der Templer oder beides. Echte Templer können nur die sein, die um das Geheimnis der Templer wissen....

Fachlich überaus anerkannt und häufig zitiert sind neben den Flugscheiben-Veröffentlichungen die Bücher von Heiner Gehring zu Haarp, Mind-Kontrol, Bewußseinskontrolle und Verhaltensbeeinflussung etc., hierzu hat er auch einige Vorträge gehalten.

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Heiner Gehring gilt als anerkannter Fachautor, persönlich sind mir keine Schrifststücke oder Hinweise bekannt, die darauf schliessen lassen, daß er selber Mitglied einer Loge oder eines Ordens gewesen ist, obwohl er zahlreiche – auch persönliche – Kontakte zweifelsohne besessen hat.
Vielfach hat er aber auch die Kontakte und Schriftwechsel genutzt, um seine eigenen Forschungen fortzuführen, wie dies Schriftwechsel z.B. mit ”The Aetherius Society” – an International Spiritual Brotherhood / Hollywood - von 1992 belegen. Diese ”Church” hat auch ein European Headquater in London in der Fulham Road.

Sein wissenschaftliches Archiv wurde ergänzt durch ein überaus großes Musikarchiv, das eine erstaunliche Fülle zeitgenössischer ”schwarzer Musik” enthält, musikalische Avantgarde, Untergrundmusik von Neofolk bis Industrial. Auch mit seinen verschiedenen eigenen musikalischen Projekten war Heiner erfolgreich, ein paar mal habe ich ihn ”life” erlebt, zusammen mit seinem Lebensgefährten und musikalischen Begleiter.

Veröffentlichungen auf Tonträgern (Samplern) mit anderen bekannten musikalischen Größen waren schnell vergriffen und sind nur schwer zu bekommen. Heiner hat aber nicht nur Musik ”gemacht”, sondern auch darüber geschrieben.

Die I.E.G war Ende der Neunzigerjahre auch für den musikalischen Vertrieb zuständig,

In der Musikzeitschrift SIGILL erschien eine Musik-Kritik zu S.R.P. (9):
” Die erste Vinylveröffentlichung von S.R.P. geistert schon geraume Zeit in der Vorankündigung des Labels herum. Nun endlich ist es soweit und ich kann nur sagen: Die Wartezeit hat sich gelohnt! Man bleibt der Lieblingsthematik Neuschwabenland, Flugscheiben und Nazi Survival treu und entwirft rund um diese Eckpunkte ein spannendes Album, welches auf Wunsch auch als Box-Set mit geheimnisvoller 7” erhältlich ist. Zum Thema passende Samples untermalen die Klänge der Titel, die mit so geheimnisvollen Namen wie ”Shambala”, ”Unternehmen Akakor”, ”Das letzte U-Boot” oder ”Die Herren vom Schwarzen Stein” aufwarten. Aufmachung und grafische Umsetzung sind eine Augenweide, hier heißt es schnell zuschlagen. Man darf im übrigen gespannt sein, ob und in welcher Art die Bilder der ”Endeavour”-Mission, die ja im Auftrag des amerikanischen Militärs vom gesamten Erdball in sehr hoher Auflösung gemacht wurden, der Öffentlichkeit wirklich zugänglich gemacht werden, wie jetzt noch so vollmundig behauptet wird. Es ist anzunehmen, dass gerade die Bilder der Südpolarregion nicht oder nur sehr eingeschränkt veröffentlicht werden.”

Am erfolgreichsten war wohl S.R.P – Schriever Rundflugzeug Projekt, eine Musik-CD (Retrospektive 1996-2001) erschien 2003 bei Membrum Debile Propaganda.

Über die 7” Schallplatte von LOKI16 mit dem Titel

DER LETZTE SIEGER IST DER TOD

schrieb Heiner Gehring 1997: (10)

"Ich bin sehr beeindruckt von der Klangfülle und der Ausstrahlung, die beide Stücke haben."
"I am impressed of both sound and aura of the two tracks."
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Geschichte im eigentlichen Sinn wiederholt sich nicht. Da aber die Zahl der Illusionen, deren der Mensch fähig ist, begrenzt ist, kehren sie unter anderer Verkleidung immer wieder und geben einem erzverrotteten Dreck den Anschein der Neuheit und den Firnis der Tragik. ” (11)

Anmerkungen:

(1) Quo vadis, Arminius?, Europa vorn, Nr. 88/89, 1995.
(2) Man-Made UFOs 1944-1994, 50 years of Suppression, Renato Vesco und David Hatcher Childress, Illinois/USA 1994
(3) Michael Rissmann beschreibt in seinem Buch ”Hitlers Gott”, Vorsehungsglaube und Sendungsbewusstsein des Deutschen Diktators, Zürich 2001, S.263, das Buch von Peter Bahn/Heiner Gehring, Der Vril-Mythos, mit den Worten: ”alle Legenden um den Vril-Mythos umsichtig widerlegt.”
(4) Andreas Epp, Das Drama um die Erfinder Fliegender Untertassen, Hrsg. von Leornhard Eckardt und Heiner Gehring, Duisburg 2000.
(5) Aorta, Ahnstern IX, Kadmon: Andreas Epp, Wien 1999
(6) Sonderbare Luftfahrzeuge, in: Das neue Universum, 56. Jahrg., Stuttgart/berlin/Leipzig 1935
(7) Klaus-Peter Rothkugel, Das Geheimnis der deutschen Flugscheiben, Zweibrücken 2002
(8) Innere Erde Gemeinschaft, Vril, Sumer und Shambhala, I.E.G.-Schrift 5, Mai 1996
(9) SIGILL, Nr. 20, Eislicht-Verlag, Dresden 2000, inzwischen fortgeführt als ”Zinnober”. (ein Schelm, wer bei SRP auch an die 1951 verbotene Sozialisitsche Reichspartei denkt)
(10) siehe: http://home.t-online.de/home/turbund/dscgrph.htm
(11) E. M. Cioran, vom Nachteil geboren zu sein, Frankfurt 1979, S.111

Autor und Bildquellen: Heiner-Gehring-ARchiV