Mind Control
- Angriff auf die Freiheit
Teil
1
von Dipl.-Psych. Heiner Gehring
Seit mehr als einem Jahrhundert werden in verschiedenen
Wissenschaften, insbesondere in der Psychologie, Methoden
entwickelt, um Verhalten, Denken oder Empfindungen von
Menschen zu beeinflussen und zu steuern. Die Gesamtheit
dieser Methoden und ihre Anwendung wird als Mind Control
bezeichnet. Mind Control ist ein Angriff auf die Freiheit
der Menschen. Die Methoden zur Einschränkung der Freiheit
unterscheiden sich je nachdem, was gesteuert und welcher
Personenkreis Opfer werden soll: Propaganda,
unterschwellige Beeinflussung, Schlaf- oder Reizentzug,
Drogen, Gehirnwäsche, Implantate oder elektromagnetische
Wellen. In vielen Ländern dieser Erde, Deutschland mit
eingeschlossen, wird seit den 50er Jahren teils in
militärischen, teils in zivilen, Forschungseinrichtungen
und Forschungsprogrammen an der Verfeinerung der Mind
Control gearbeitet. In meinen beiden Büchern
“Versklavte Gehirne - Bewußtseinskontrolle und
Verhaltensbeeinflussung” und “Im Vollbad der
Bosheiten - Mind-Control und die Illusion einer schönen
neuen Welt” hab ich diese Programme und die darin
entwickelten Methoden ausführlich beschrieben. Dieser
aufsatz beruht auf den beiden genannten Büchern. Im ersten
Teil dieses Aufsatzes werde ich Ihnen über Propaganda und
Propagandatechniken, über die Rolle der Massenmedien und
des Fernsehens sowie über unterschwellige Beeinflussung
berichten. Im zweiten Teil können Sie dann mehr lesen über
Gehirnwäsche, Implantate und Verhaltenssteuerung durch
elektromagnetische Wellen.
1.
Meinungs-Mache
Im
Informationszeitalter, in dem wir leben, haben die
Massenmedien ihren festen Platz. Die überwiegende Mehrheit
der Menschen in den industrialisierten Ländern dürfte die
Information, die sie über die Vorgänge in der Welt haben,
aus Massenmedien wie Zeitungen oder Fernsehen beziehen.
Massenmedien sind Plattform für eine der ältesten Mind
Control Techniken: Die Propaganda. Propaganda gab oder gibt
es nicht nur in totalitären Staaten, auch die bürgerliche
Demokratie kennt Propaganda. Was genau ist unter Propaganda
zu verstehen? Ziel von Propaganda ist es, zielgerichtet bei
Menschen Einstellungen oder Gefühle auszulösen oder zu
verstärken, das Denken zu lenken oder Verhaltensweisen
auszulösen (1). Die Ziele der Propaganda haben sich Laufe
der Zeiten verändert, die Methoden aber sind gleich
geblieben. Propaganda in Massenmedien macht sich den
Umstand zu Nutze, daß das Weltbild vieler Menschen ein
Medienbild ist, in dem nichts wirklich ist, was nicht in
den Massenmedien aufscheint (2). Daß aber eben dieses
Medienbild der Welt nur einen Ausschnitt aus dem
tatsächlichen Weltgeschehen darstellt, ist vielen Nutzern
der Massenmedien allerdings nicht vollständig bewußt. Das
erleichert die Beeinflussung, denn Propaganda in den
Massenmedien lehnt sich an das bestehende
Informationsbedürfnis an und gibt vor, Informationslücken
zu füllen. Um Propaganda nicht mit Nachrichten oder
Information zu verwechseln, lesen Sie nachfolgend zehn
Grundsätze, um eine Propagandakampagne zu erkennen:
(1) Probleme werden aufgebauscht oder verharmlost,
unwichtige
Einzelaspekte herausgestellt oder wichtige Einzelheiten
durch eine Flut nebensächlicher Information vernebelt;
(2) für ein Problem wird ein einziger Lösungsweg als
richtig und alle
Anderen als belanglos hingestellt;
(3) Nutzung von Generalisierungen wie z.B. “die
Politiker”, “unsere
Bürger”, “die Gewerkschaften”;
(4) es werden übertriebene Bewertungen genutzt wie z.B.
“nach
strengsten wissenschaftlichen Standards” oder
“das umfangreichste Reformvorhaben”;
(5) Nutzung von Polarisierungen und unzulässigen
Vereinfachungen;
(6) als Argumente werden extreme Einzelfälle herangezogen;
(7) Erweckung des Eindrucks, etwas sei bereits weit
verbreitet wie z.B. “immer mehr Menschen sind
dafür” oder “jeder zehnte Bürger”;
(8) an sich wertfreie Worte werden mit einer anrüchigen
Färbung
versehen wie z.B. “Sozialstaat” oder
“Frührentner”;
(9) Behauptungen werden beliebig und damit logisch falsch
verbunden; und
(10) es wird mit Stimmungen gearbeitet wie z.B. Angst,
Unsicherheit, oder Schuld.
Der letzte Punkt verdient noch einer etwas tiefergehenden
Betrachtung. Der Erzeugung von Angst oder Unsicherheit
liegt oft ein ähnliches Schema zugrunde. Zunächst werden
scheinbar besorgte Fragen gestellt: Ist dieses oder jenes
vielleicht schädlich oder gefährlich? Auf diese Fragen
antworten dann Experten, wobei es für den Bürger oftmals
unmöglich ist zu erkennen, ob ein Experte eine unhaltbare
Außenseiterposition vertritt oder über gesicherte
Erkenntnisse verfügt. Schließlich bieten Politiker dann
Lösungsvorschläge an, die der verunsicherte oder
verängstigte Bürger dann gerne annimmt. Ähnliches gilt für
die Schulderzeugung: Die Schulderzeugung nutzt einen der
einfachsten Gerechtigkeitsstandards: Wer Schuld an etwas
hat, der hat einen Fehler begangen und ist verpflichtet,
dafür gerade stehen. Aufgrund der Gesellschaftlichkeit des
Menschen erhält diese Schuld zwangsläufig über die
tatsächlich oder vermeintlich schuldig gewordenen Personen
hinaus Bedeutung. Sie kann in der Gesellschaft oder in
einer ganzen Nation so etwas wie ein Klima der Schuld
erwirken (3). Experten oder Politiker teilen den schuldig
Gewordenen dann schon mit, wie sie für etwas gerade zu
stehen haben.
2.
Verstandesschwund im Medienwunderland
Menschen sind wehrlos dem
geistigen Würgegriff der Massenmedien ausgesetzt, Werbung
und Fernsehen oder Propaganda lenken Denken und Handeln.
Diese weit verbreitete Meinung ist aber glücklicherweise
nur zur Hälfte richtig. Es gibt keinen direkten und
zielgerichteten Einfluss der Massenmedien auf das Verhalten
der Menschen. Fast alle entsprechenden Forschungsarbeiten
der letzten 20 Jahre zeigen dies (4). Menschen lassen sich
durch Massenmedien also nicht gezielt lenken und steuern.
Aber Massenmedien prägen und formen das Bild, daß sich
Menschen von der Welt machen (5). Nachrichten, Talkshows,
Magazinsendungen und selbst Unterhaltungsfilme bieten
Menschen diejenige Information, aus denen sie sich ihre
Idee von der Welt zusammenstellen (6). Je weiter räumlich,
zeitlich oder sozial ein Ereignis entfernt ist, um so
weniger haben Menschen die Möglichkeit, etwas aus eigener
Anschauung zu erleben. Daher ist es nötig, Information aus
Massenmedien einzuholen. Tiefergehende
Informationsbedürfnisse kann der Mensch je nach
Interessenlage mittels Büchern oder eigenen Studien
erfüllen. Wer dies tut und über ein Thema, in dem er sich
auskennt, dann in den Massenmedien etwas liest, wird
oftmals erschreckt feststellen, wie oberflächlich oder
sogar falsch diese Berichte sind. Gleiches widerfährt
übrigens auch Menschen, die in den Massenmedien über ein
Ereignis lesen, das sie selber miterlebt haben. Der
Einfluss der Massenmedien auf das Bild der Welt gehört
auch, daß sie den Menschen einen Rahmen aus Themen,
Problemen, Personen, Ereignissen oder Meinungen anbieten.
Durch dieses sogenannte “Agenda setting” können
die Massenmedien beeinflussen, worüber Menschen nachdenken,
sich unterhalten oder Bücher lesen. Das Denken wird also
nicht direkt gelenkt, sondern es wird ein Bezugsrahmen für
das Denken errichtet (7). Glücklicherweise steht es jedem
frei, diesen Bezugsrahmen zu verlassen und anstatt die
Feierabende vor dem Fernseher in den Fängen der
Programmgestalter dahinzudämmern, selbstbestimmt die Zeit
zu verbringen.
Ob Menschen in dem Bezugsrahmen der Massenmedien gefangen
bleiben, hängt zu einem Teil von den Menschen selber ab.
Denn bei der Beurteilung des eigenen Umgangs mit
Massenmedien kommt es leicht zu einem Trugschluß: Daß
andere Menschen von Massenmedien beeinflußt werden, wird
zugegeben, daß man aber selber dieser Beeinflussung zum
Opfer fällt, wird abgestritten. So denken viele Menschen
auch, Massenmedien würden hauptsächlich andere Personen in
deren Weltsicht beeinflussen, die eigene Person aber sei
dagegen gefeit. Dieser Trugschluß wird als “Third
Person Effekt” bezeichnet und ist in
wissenschaftlichen Studien nachgewiesen (8). Natürlich
liegen diesem Effekt keine tatsächlichen Unterschiede
zugrunde. Es handelt sich lediglich um Vermutungen.
Tatsächlich aber hängt der Grad der Beeinflussung mit davon
ab, wie sorgfältig Menschen auswählen, was sie lesen oder
sich im Fernsehen anschauen. Um nicht in einer Flut
unsinniger oder belangloser Information zu versinken,
können folgende Anhaltspunkte für einen angemessenen Umgang
mit Massenmedien dienen: Bestimmen Sie selber, welche
Information Ihnen wichtig sind. Nicht jedes Angebot muß
genutzt werden, nur weil es vorhanden ist. Widmen Sie Ihre
Aufmerksamkeit auch der Sprache der von Ihnen genutzten
Massenmedien. Werden Fakten vermittelt oder Meinungen?
Welche Quellen werden genannt? Die “gut informierten
Kreise” oder “Experten” müssen nicht
unbedingt das sein, was sie zu sein vorgeben. Und halten
Sie sich bitte immer vor Augen: Massenmedien stellen keinen
Dienst an der Allgemeinheit dar, sondern dienen in erster
Linie dem Geldverdienen. Sie sind so gestaltet, daß sie
sich gut verkaufen und nicht, daß sie Sie gut informieren.
3. Die
Wunderwelt des Fernsehens
Ein
durchschnittlicher Mensch in Mitteleuropa verbringt
zusammengenommen sieben Jahre seines Lebens damit,
Elektronen hinter einer Glasscheibe tanzen zu sehen.
Fernsehen ist dermaßen wichtig, daß nur knapp drei Prozent
aller Bundesbürger keinen Fernseher besitzen. Ist das
Fernsehen für die anderen 97 Prozent nun eine Gefahr oder
aber sind es die Fernsehverweigerer, die hinter der
Evolution zurückgeblieben sind? Welche Auswirkungen hat
Fernsehkonsum auf die Menschen? Bei der Beantwortung dieser
Frage sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, das fast
alles, was es im Fernsehen zu sehen gibt, den Zweck hat,
damit Geld zu verdienen. Schließlich leben wir im
Kapitalismus. Fernsehen hat Auswirkungen auf Denken und
Verhalten von Menschen, aber es ist noch nicht vollständig
geklärt, welche. Für viele Medienwissenschaftler steht
fest, daß Weltbild und Sicht der Dinge stark vom Inhalt der
Fernsehprogramme beeinflußt werden können. Fernsehen gibt
nur einen stark gefilterten Ausschnitt von dem wieder, was
in dieser Welt vor sich geht. Je länger eine Person täglich
fernsieht, um so mehr hält sie diesen Ausschnitt für das
vollständige Abbild der realen Welt (9). So halten
beispielsweise Vielseher, also Personen, die täglich mehr
als drei Stunden fernsehen, die Konsumgewohnheiten, die in
der Werbung und auch in Filmen vorgegaukelt werden, für die
Wirklichkeit. Vielseher denken auch, daß die meisten
Menschen sich tatsächlich so verhalten, wie es in der
Werbung vorgespielt wird. Fernsehen ist also wesentlich
mehr als lediglich ein harmloser Zeitvertreib. Das
Fernsehen hat das Leben der Menschen, ihre Sicht,
Einstellungen und Wissen über die Welt grundlegend
verändert.
Die Besonderheit des Fernsehens zeigt sich auch bei
Menschen, die für das Fernsehen gefilmt werden (10). Einige
Beispiele: Wenn Politiker für das Fernsehen gefilmt werden,
so sollte das eigentlich keinen Einfluß auf deren Verhalten
haben. Sollte es nicht, hat es aber: Eine Untersuchung der
Universität von Arkansas fand heraus, daß nicht nur Mimik
und Gestik von Politikern bei Fernsehauftritten bis ins
Detail inszeniert sind, sondern daß Abgeordnete ihr
Abstimmungsverhalten ändern können, wenn die Abstimmung für
das Fernsehen gefilmt wird (11). Auch das Verhalten von
Gästen in den vor- und nachmittäglichen Talkshows gibt
Anlaß zu mancher Überlegung. Was ist so anziehend an einem
Fernsehauftritt, daß Menschen geradezu danach lechzen, sich
vor der Kamera lächerlich zu machen? Was im Augenblick des
gefilmt werdens vorliegt, ist das sogenannte
Kamerabewußtsein. Damit ist das Bewußtsein eines Menschen
davon gemeint, daß er im Fernsehen von einem vielleicht
Millionenpublikum beobachtet wird. Dieses Bewußtsein ist
eine Besonderheit des Fernsehens und bedingt die
Faszination eines Fernsehauftrittes (12). Das
Kamerabewußtsein bewirkt zum einen bei Talkshowgästen eine
euphorische Stimmung, zum anderen bewirkt es, daß Personen
nach der Sendung auch dann mit ihrem Fernsehauftritt
zufrieden sind, wenn ihre ursprünglichen Erwartungen über
den Ablauf dieses Auftrittes nicht erfüllt wurden. In der
Talkshow lassen sich viele der Talkgäste durch das
Kamerabewußtsein zu weit aus der Reserve locken. Um nicht
als Fernsehversager dazustehen, geben sie intime Details
preis, die weder zur Klärung des jeweiligen Sachverhaltes
nötig sind noch einem Millionenpublikum etwas angehen.
Talkshows pflegen auch keinen Meinungsaustausch mündiger
Bürger, denn nur den allerwenigsten Gästen gelingt es, die
Regie des Talkmasters zu durchbrechen. Den Talkgästen wird
stattdessen vorgegaukelt, ihre öffentliche Selbstentblößung
habe eine befreiende Wirkung. In Wahrheit dient sie nur der
Quote, denn Quote bedeutet Geld. Ich sagte ja bereits, daß
wir im Kapitalismus leben.
4. Die
geheimen Verführer
Im
Sommer des Jahres 1957 erschien in einer
US-Wochenzeitschrift ein Aufsatz über die Nutzung
unterschwelliger Werbung. In dem Artikel heißt es, daß in
Kinos, in denen nur Sekundenbruchteile lang während des
Filmes mehrfach Botschaften wie “Eat Popcorn”
oder “Drink Coke” eingeblendet wurden, der
Verkauf von Cola im 18 Prozent und der von Popcorn sogar um
57 Prozent gestiegen sei (13). Ebenfalls 1957 erschien ein
Buch mit dem Titel “The Hidden Persuaders“
(dt., Die geheimen Verführer) von Vance Packard. In diesem
Buch behauptet Packard eine weite Verbreitung
unterschwelliger Beeinflussung. Sein Buch erregte in der
amerikanischen Öffentlichkeit großes Aufsehen, denn die
meisten Leser glaubten Packards Ausführungen und seither
ist die Angst vor Werbung oder Propaganda mittels
unterschwelliger Werbung weit verbreitet. Zu recht, wie ich
in diesem Abschnitt zeigen werde. Bei unterschwelliger
Wahrnehmung handelt es sich um die Wahrnehmung äußerst
kurzer Botschaften oder Signale, die vom Menschen zwar
nicht bewußt erlebt wird, die aber dennoch Denken und
Verhalten beeinflussen kann. Die Botschaften oder Signale
können sowohl Geräusche oder Bilder als auch Schrift oder
Sprache sein. Werden solche Reize mit sehr niedriger Stärke
oder äußerst kurzer Dauer in Filme oder Musikstücke
eingemischt, dann liegt unterschwellige Reizung vor. Werden
diese Reize dann unbewußt wahrgenommen, dann können sie das
Verhalten von Menschen beeinflussen. Diese sogenannte
unterschwellige Beeinflussung ist in sehr vielen
wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen worden.
Fasst man die Ergebnisse dieser Untersuchungen zusammen, so
ergibt sich folgendes Bild bezüglich der Möglichkeiten zur
Beeinflussung von Menschen durch unterschwelliger
Wahrnehmung (14): Unterschwellige Beeinflussung ist überall
auf der Welt bei den unterschiedlichsten Menschen möglich.
Beeinflussbar sind eine Vielzahl von Verhaltensweisen,
Bedürfnisse, Einstellungen und Empfindungen. Die Wirkung
unterschwelliger Beeinflussung kann sogar stärker und
zeitlich länger anhaltender sein als bei bewußt bemerkter
Beeinflussung. Dies liegt unter anderem darin, daß Menschen
unterschwellige Beeinflussung nicht bemerken und sich somit
auch nicht dagegen wehren können.
Die Möglichkeiten, unterschwellige Wahrnehmung zu nutzen,
sind recht vielfältig. Eine US-Supermarktkette hatte Mitte
der 80er Jahre in die Hintergrundmusik ihrer Supermärkte
unterschwellige Botschaften wie “Do not steal. Make a
lot of shopping” (Stehle nicht! Kaufe viel ein!)
eingebaut. Dadurch, so die Geschäftsleitung, seine die
Diebstähle deutlich zurückgegangen. Einige
wissenschaftliche Studien zeigen, wie sich Politiker die
unterschwellig Beeinflussung zu Nutze machen könnten (15):
So könnte das Einblenden des Gesichtes eines Politikers in
Fernsehsendungen seine Wahlchancen erhöhen. Denn die
Ausführungen eines Politikers werden zustimmender
beurteilt, wenn sein Gesicht zuvor unterschwellig
dargeboten wurde. Durch das gleichzeitige unterschwellige
Darbieten eines Politikergesichtes und eines unangenehme
Emotionen hervorrufenden Bildes kann sich diese negative
Emotion auf den Politiker übertragen. Es ist also möglich,
Politiker mit bestimmten Gefühlen zu belegen, die
schließlich Einfluß auf das Wahlverhalten haben können.
Dabei ist den Menschen gar nicht bewußt, daß sie in ihrer
Entscheidung beeinflußt worden sind.
Zur unterschwelligen Beeinflussung bietet sich heute das
Fernsehen an. Tatsächlich sind seit den 50er Jahren einige
Fälle bekannt geworden, in denen unterschwellige
Botschaften in das laufende Programm eingemischt wurden. So
geschehen in den USA und in Großbritannien. In den 50er
Jahren plante die CIA den Einsatz unterschwelliger
Beeinflussung, sobald der Fortschritt der Forschung dies
ermögliche. Die Forschung ermöglicht inzwischen den
Einsatz, die CIA wird sich aber hüten, etwas über den
Einsatz unterschwelliger Beeinflussung zu berichten.
Forschungen zur unterschwelligen Beeinflussung wurde auch
in den Staaten des ehemaligen Ostblocks durchgeführt. Nach
Aussagen von Igor Smirnov, Mitglied der Moskauer Akademie
der Medizin, stellt es technisch kein Problem dar, Menschen
mittels unterschwelliger Manipulation zu den
verschiedensten Verhaltensweisen zu bringen. Eingeladen von
CIA und FBI hat Smirnov 1993 in den USA über die russischen
Kenntnisse unterschwelliger Beeinflussung referiert.
Bereits 1994 hat das FBI dann diese Kenntnisse eingesetzt
bei der Belagerung er Farm der Glaubensgeneinschaft der
Davidianer in Waco: Die Stimme Gottes, die der Leiter der
Davidianer zu hören glaubte, war in Wahrheit die Stimme des
FBI (16). In Deutschland könnte es auch Versuche
unterschwelliger Beeinflussung im Fernsehen geben. So
berichteten mir im Medienbetrieb Tätige hinter
vorgehaltener Hand, sie hätten schon öfters beim Schneiden
von Fernsehsendungen zufällig Bildsequenzen entdeckt, die
eindeutig nicht dort hineingehörten. Unterschwellige
Beeinflussung im deutschen Fernsehen? Eine beunruhigende
Vorstellung! Ob sich Wirtschaft oder Politik tatsächlich
dieser Methoden bedienen, kann nicht eindeutig bejaht oder
verneint werden. Aber der einzige Weg, sich vor dieser
eventuellen Beeinflussung zu schützen, die Entsorgung ihrer
Anwender und die persönliche Entsagung derjenigen Medien,
in denen sie auftritt.
Fußnoten
(1) Pratkanis, A.R. & Aronson (1991). The age of
propaganda. New York.
(2) Bryant, J. & Zimmermann, D. (Hg.) (1994). Media
effects. Hillsdale.
(3) Carlsmith, J.M. & Gross, A.E. (1969). Some effects
of guilt on
compliance. Journal of Psychology and Social Psychology,
11, 232-
239.
(4) McGuire, W.J. (1986) The myth of massive media impact.
In: Public
communication and behavior, Vol. 1, 175-257. Orlando.
(5) Tyler, T.R. & Cook, F.L. (1984). The mass media and
judgements of
risk. Journal of Personality and Social Psychology, 47,
693-708.
(6) Bryant, J. & Zimmermann, D. (Hg.) (1994). Media
effects. Hillsdale.
(7) Dearing, J.W. & Rogers, E.W. (1996). Agenda
Setting. London.
(8) Gibbon, P. & Durkin, K. (1995). The Third Person
Effect: Social
distance and perceived media bias. European Journal of
Social
Psychology, 25, 597-602.
(9) Glasser, I. (1989). Television and the construction of
reality. In:
Television as a social issue. 44-51. Applied Social
Psychology Annual,
Vol. 8. Newbury Park.
(10) Gehring, H. (1998). Sozialpsychologische Aspekte von
Fernsehberichterstattung. Zeitschrift für Rechtspolitik,
31, 8-19.
(11) Shields, T.G., Goidol, R.K. & Tadlock, B. (1995).
The net impact of
media exposure on individual voting decisions in U.S.
Senate and
House elections. Legislative Studies Quarterly, 20,
415-430.
(12) Goldner C. (1996). Ersatztherapeuten ohne Ethik.
Psychologie Heute,
6, 20-27.
(13) Cousins, N. (1957). Smudging the subconscious.
Saturday Review, 40.
(14) Bornstein, R.F. (1989). Subliminal techniques as
propaganda tools.
Journal of Mind and Behavior, Summer, 231-262.
(15) Smith, G.J., Carlsson, I. & Daniellson, A. (1985).
Indentification with
another person: Manipulated by menas of subliminal
stimulation.
Scandinavian Journal of Psychology, 26, 74-87.
(16) Babacek, M. (1998). Psychoelectronic threat to
democracy. Turnov.
* * *
Mind Control
-
Geheime Angriff auf unser Bewußtsein
von Dipl.-Psych. Heiner Gehring, Osnabrück
Teil 2
In diesem Teil meines Aufsatzes über Mind Control werde ich
Sie einführen in die Welt der klassischen Mind Control. Mit
klassischer Mind Control werden diejenigen Methoden zur
Verhaltensbeeinflussung bezeichnet, die sich überwiegend
psychologischer und psychiatrischer Erkenntnisse bedienen
und die seit sechzig Jahren erforscht und genutzt werden:
Gehirnwäsche, Reizentzug, Drogen und Psychochirurgie. Die
meisten dieser Methoden sind auf die Behandlung von
einzelnen Personen zugeschnitten. Anschließend werden Sie
etwas lesen über die fortgeschrittene Mind Control:
Beeinflussung durch elektromagnetische Wellen, Implantate
und die Kontrolle von Menschenmassen. Mit fortgeschrittener
Mind Control werden diejenigen Methoden zur
Verhaltensbeeinflussung bezeichnet, die überwiegend
Erkenntnisse aus Neuropsychologie und Physik nutzen und die
seit vierzig Jahren erforscht und genutzt werden. Die
meisten dieser Methoden sind auf die Behandlung sowohl von
einzelnen Personen als auch von Menschengruppen
zugeschnitten. Und Sie werden erfahren, daß all das nicht
nur lediglich Forschungen einiger weniger skrupelloser
Wissenschaftler sind, sondern daß Methoden der Mind Control
bereits genutzt werden: Jetzt, hier in Deutschland und an
Ihnen!
Die Gedanken
sind frei: Gehirnwäsche
Während des Koreakrieges
1950-53 behaupteten US-Militärs, daß von den Nordkoreanern
gefangengenommene US-Soldaten einer systematischen
Gehirnwäsche unterzogen würden, um sie zu Kommunisten
umzuerziehen. Zwar war diese Behauptung eine Lüge, aber sie
lieferte US-Militärs den Grund für eigene
Gehirnwäsche-Forschungen . In entsprechenden Untersuchungen
seit 1952 in den USA und seit den 60er Jahren auch in
Deutschland wurden wirksame Methoden der Gehirnwäsche
entwickelt. Ziel von Gehirnwäsche ist die Ausmerzung
bestehender Ideen oder Identität und das Einpflanzen einer
neuen Identität. Menschenversuche in den USA und
Deutschland zeigten, daß Gehirnwäsche in einer künstlichen
und stark eingeschränkten Umgebung stattzufinden hat :
- Trennung der Person von der Außenwelt, kein Kontakt zu
Familie oder
Freunden;
- Unterbringung in engen Zellen;
- Schlaf, Nahrung und Hygiene lediglich soweit, wie sie zur
reinen
Lebenserhaltung notwendig sind;
- Reizentzug durch Unterbindung jeden Kontaktes zur
Außenwelt;
- keine Erholung oder Entspannung, harte Disziplin und
ständige
Beobachtung;
- Verunsicherung durch Gerüchte, Spitzel oder falsche
Anschuldigungen.
Ist eine Person durch diese Behandlung zermürbt, beginnt
mittels stundenlanger Verhöre über Wochen und Monate hinweg
die eigentliche Gehirnwäsche. In diesen Verhören wird das
Bewußtsein der Person von sich und den Dingen zerfasert und
aufgelöst, um anschließend mit neuen Bedeutungen wieder
aufgefüllt zu werden. Praktische Anwendung fand und findet
Gehirnwäsche beispielsweise in den Verhörtechniken
amerikanischer und britischer Terroristenjäger .
Psychochirurgie
und Elektrokrampftechnik
Im
Gegensatz zur aufwendigen und langwierigen Gehirnwäsche
bedienen sich Psychochirurgie und Elektrokrampftechnik
direkter Eingriffe in das Gehirn. Unter Psychochirurgie
werden chirurgische Zerstörungen von Hirngewebe verstanden,
mit denen Denken, Verhalten, subjektives Erleben oder
Identität einer Person verändert werden sollen. Einer der
Entwickler der Psychochirurgie, der amerikanische
Psychiater Walter Freeman, benennt die Ziele der
Psychochirurgie ohne jegliche Beschönigung: “Die
Psychochirurgie erlangt ihre Erfolge dadurch, daß sie die
Phantasie zerschmettert, Gefühle abstumpft, abstraktes
Denken vernichtet und ein roboterähnliches,
kontrollierbares Individuum schafft” . Dadurch, so
Freeman weiter, könne störendes Verhalten abgestellt
werden. Seit den Anfängen der Psychochirurgie in den 30er
Jahren wurden eine Reihe von Standardmethoden zur
operativen Verstümmelung des Gehirns entwickelt und werden
bis heute genutzt . Berühmt-berüchtigt ist die Frontale
Lobotomie. Hier wird durch die dünne Struktur, die Augen
und Hirn voneinander trennt, ein chirurgisches Gerät ins
Gehirn eingeführt und durch eine Drehbewegung Hirnsubstanz
zerstört. Frontale Lobotomie und andere Methoden der
Psychochirurgie haben eines gemeinsam: Sie beruhen auf
einem vermuteten unmittelbaren Zusammenhang zwischen
Hirnschädigung und Verhaltensauffälligkeiten und begründen
damit die Zerstörung der vermeintlich fehlerhaften
Hirnsubsubstanz. Angewendet wurde die Psychochirurgie unter
anderem zur Unterbindung von Aggressionen bei
Gefängnisinsassen, Eindämmung von Rassenunruhen oder zur
Rehabilitation jugendlicher Straftäter .
Unter Elektrokrampftechnik wird Veränderung von Denken,
Verhalten, subjektives Erleben oder Identität einer Person
mittels Zerstörungen von Hirngewebe durch Elektroschocks im
Gehirn verstanden. Dazu werden Elektroden an den Schläfen
oder nur einer Seite des Kopfes befestigt und durch sie
Stromstöße ins Gehirn geleitet. Diese Schocks werden
mehrmals die Woche gegeben, bis die gewünschte Wirkung
eingetreten ist . Wie die Psychochirurgie wurde und wird
die Elektrokrampftechnik beim Militär, in Haftanstalten
oder in Menschenversuchen zur Mind Control genutzt. Seit
dem Zweiten Weltkrieg verfügt die US Navy sogar über ein
Blitz-Electroshock-Therapy (B.E.S.T.) genanntes Verfahren,
um renitente Soldaten wieder gefügig zu machen: “Rein
empirisch betrachtet stellten wir fest, daß die übliche
Elektroschockbehandlung, die an zwei aufeinanderfolgenden
Tagen morgens und abends angewandt wurde, wahre Wunder
bewirkte. Sie verwandelte aufsässige Soldaten in ruhige,
fügsame, kooperationsbereite und oft insgesamt gebesserte
Individuen” .
Forschungsprogramme
zur klassischen Mind Control
Das
B.E.S.T.-Progamm ist einer der Vorläufer derjenigen
Projekte, mit denen seit 1950 Geheimdienste und Militärs
systematisch die klassische Mind Control erforscht haben.
Alle diese Forschungen wurden an Menschen durchgeführt, die
zuvor durch Handlanger der Militärs und Geheimdienste
entführt worden sind. Einige Projekte sind mittlerweile
durch amtliche Dokumente zweifelsfrei bestätigt:: Projekt
CHATTER zur Verhaltenssteuerung mittels Hypnose, Projekt
ATMOR STATE PRIOSON zur Verhaltenssteuerung mittels
Psychochirurgie, Projekt MONARCH zur Verhaltenssteuerung
mittels Drogen und okkulter Rituale, Projekt MIND BENDER
zur Programmierung zum Attentäter mittels Drogen und
Hypnose oder Projekt BIG CITY zur Erforschung der Wirkung
von Gas und Drogen auf die Bevölkerung von Städten. Das
umfangreichste Projekt der klassischen Mind Control ist das
Projekt MKULTRA (Mind Kontrol Ultra). Es umfasste
Menschenversuche in 149 Unterprojekten, die an über 70
staatlichen Einrichtungen durchgeführt wurden. In zwei
Anhörungen vor dem US-Senat hat der damalige Direktor der
CIA, Admiral Stansfield Turner, Einzelheiten offengelegt.
Demnach befasste sich MKULTRA mit Hypnose, Drogen,
Elektroschocks und Schlafentzug. Daneben gab es Forschungen
zu Motivation, Versagen und menschlichen
Reiz-Reaktionsmechanismen. Ziel von MKULTRA, so die Weisung
des Direktors der CIA 1957 war die “Vorhersage,
Steuerung und Kontrolle des menschlichen Verhaltens”
.
Klassische
Mind Control in Deutschland
In
Deutschland hat Forschung und Anwendung der klassischen
Mind Control zwar nicht diejenigen Ausmaße, wie in den USA,
aber es ist auch nicht so, daß es hier wie auf einer Insel
der Seeligen so etwas nicht gibt. In den 60er Jahren wurden
in Deutschland nachweislich Menschenversuche zur
Gehirnwäsche durchgeführt . An der Universität Hamburg
wurde zur Gehirnwäscheforschung eigens ein Laboratorium zur
klinischen Verhaltensforschung eingerichtet.
Psychochirurgie wird in Deutschland seit Ende der 60er
Jahre erforscht, in den 70er Jahren gehört Deutschland zu
denjenigen 15 Ländern der Welt, in denen Forschung zur
Psychochirurgie durchgeführt wurde . Die
Elektrokrampftechnik, so der Vorschlag einiger Psychiater,
solle in Deutschland zur Wiedereingliederung psychisch
Kranker in den kapitalistischen Arbeitsprozess genutzt
werden .
Aber das ist noch nicht alles: In einem 1989 erschienen
Buch über staatliche und militärische Anwendung
psychologischer Forschungsergebnisse zur
Verhaltensbeeinflussung werden ganze vier Länder genannt,
in denen staatliche Gehirnwäscheprogramme durchgeführt
werden: USA, UdSSR, Südafrika und die BRD .
Gehirnwäscheprogramme in Deutschland? Oh ja: Das Buch
bezieht sich auf die Haftbedingungen der Gefangenen der
RAF. Diese Haftbedingungen waren gekennzeichnet durch
Einzelhaft, Kontaktverbot untereinander, Abschirmung von
der Außenwelt, ständige Kontrolle und Überwachung aller
Lebensäußerungen sowie starr geregelte Tagesabläufe.
Untersuchungen dieser Haftbedingungen durch deutsche und
internationale Ärzte, Juristen und Psychologen kommen zu
dem Schluss, daß die es sich hier um staatliche Mind
Control handelt: “Wie inzwischen bekannt, sind die
Haftbedingungen der RAF Bestandteil eines
wissenschaftlichen Programms, das seit den 50er Jahren
unter dem Begriff `Gehirnwäsche` entwickelt worden
ist” .
Zucken auf
Knopfdruck: Beeinflussung durch elektromagnetische Wellen
Elektromagnetische Wellen
können im Menschen Wärmeempfindungen erzeugen. Um diesen
von der herkömmlichen Mikrowelle in der Küche bekannten
Effekt geht es aber nicht. Elektromagnetische Wellen können
nämlich auch Geräuschempfindungen und Verhaltensänderungen
bei Menschen hervorrufen. Dieser Effekt lässt sich
hervorragend zur Mind Control nutzen: Je nach Wellenlänge,
Frequenz und Zeitdauer besitzen elektromagnetische Wellen
unterschiedlichen Informationswert für menschliche Zellen
und durch eine Wechselwirkung der Wellen mit der
Ausschüttung von Hormonen und Neurotransmittern können
Denken und Verhalten beeinflußt werden . Mittlerweile liegt
eine große Zahl entsprechender Untersuchungen vor, die die
vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, was bei Menschen
durch elektromagnetische Wellen manipulierbar ist:
- Aufmerksamkeit;
- Wahrnehmung;
- Erinnerung;
- Höhe des Alkoholkonsums;
- Schmerzempfinden;
- Tag-Nacht-Rhythmus;
- Sprache und Wortwahl; und
- psychopathologische Symptome.
Damit sind wesentliche Bereiche menschlichen Handelns einer
Beeinflussung zugänglich. Allerdings ist diese
Beeinflussung noch nicht unmittelbar genug, um Menschen
gezielt zu festgelegten Verhaltensweisen zu bewegen.
Unmittelbare Steuerung geschieht zumeist durch Botschaften
mit Informationswert. Auch dies ist mit elektromagnetischen
Wellen möglich!
Akustische
Befehle durch Mikrowellen
Im
Jahr 1962 berichtete Allan H. Frey von der New Yorker
Cornell University über die bemerkenswerte Entdeckung, daß
Menschen in der Lage sind, Mikrowellen zu hören .
Beschränkte sich das Mikrowellenhören anfangs auf
Geräusche, so ist es mittlerweile kein Problem mehr,
Sprache per Mikrowellen direkt ins Bewußtsein eines
Menschen zu senden: “Die Stimme, die man hörte,
unterschied sich nicht wesentlich von Personen mit einem
künstlichen Kehlkopf. Die Möglichkeit, direkt mit einem
Menschen zu kommunizieren, eröffnet offensichtliche
Anwendungsmöglichkeiten” . Ab den 70er Jahren
forschten sowohl Allan D. Frey als auch andere
Wissenschaftler im Sold der US-Militärs weiter am
Mikrowellenhören, um die im obigen Zitat erwähnten
offensichtlichen Anwendungsmöglichkeiten zur Gänze
auszuloten.
Forschungsprogramme
zur fortgeschrittenen Mind Control
Seit
dem Ende der 50er Jahre laufen verschiedene
Forschungsprogramme von US-Militärs und Geheimdienst, um
den Einsatz von Mikrowellen im Dienste der Mind Control zu
entwickeln. Die entsprechenden Programme befassen sich mit
der Schädigung körperlicher Funktionen, der Beeinflussung
des Verhaltens einzelner Personen und der Beeinflussung des
Verhaltens größerer Bevölkerungsgruppen. Der Zweck dieser
Programme wurde 1996 in einem Forschungsmemorandum der US
Air Force eindeutig dargelegt: “Die Möglichkeiten
elektromagnetischer Felder beinhalten den Umgang mit
Terroristen, Massenkontrolle, die Sicherheit militärischer
Einrichtungen und Antipersonentechnik.. Wegen der
zahlreichen Parameter (der elektromagnetischen Wellen,
Anm.) können ganz bestimmte Wirkungen erzeugt werden. Die
Fähigkeit zu dieser Vielfältigkeit gibt dem Nutzer eine
außerordentliche Brandbreite von
Einsatzmöglichkeiten” . Noch deutlicher über den
Stand der Forschungen zur elektromagnetischen Mind Control
äußert sich der Neurologe M.A. Persinger 1995 in einem
Aufsatz: “Es gibt nach neuesten Untersuchungen
grundlegende Algorithmen im menschlichen Gehirn, die durch
jede Reizempfindung in gehirnspezifische Codes
transformiert werden. Eine unmittelbare Beeinflussung
dieser Algorithmen im menschlichen Gehirn durch
elektromagnetische Felder benötigt Energielevel, die
durchaus im üblichen Bereich technischer Anwendungen
liegen. Die genaue Kenntnis dieser Felder erlaubt den
direkten Zugriff auf fast alle komplexen neurokognitiven
Prozesse, die mit dem menschlichen Selbst, dem Bewußtsein
und den Erfahrungen sowie dem Gedächtnis verbunden
sind” . Persinger räumt damit nichts anderes ein als
die Möglichkeit, mittels elektromagnetischer Wellen
unmittelbar menschliches Verhalten zu steuern.
Fortgeschrittene
Mind Control in Deutschland
Auch
in der BRD gibt es, wenn auch im geringeren Umfang als in
den USA, Forschungen zu und Nutzung von elektromagnetischen
Wellen zur Verhaltenssteuerung. In den 60er Jahren gab es
eine entsprechende Zusammenarbeit zwischen deutschen
Wissenschaftlern und Forschern von der US Air Force. Eigene
militärische Forschungen dürfte es in Deutschland nur im
begrenzten Umfang geben, es sei denn, die Bundeswehr
verfügte über bislang geheimgehaltene
Forschungseinrichtungen und genügend Geld. Stattdessen
nutzen die Herrschenden weiter die Forschungsergebnisse aus
den USA: Das US-Verteidigungsministerium verschickte 1996
CD-Rs mit Daten zur elektromagnetischen Beeinflussung von
Menschen an einige wenige ausgesuchte Empfänger weltweit.
Einer der Empfänger war die Regierung der BRD . Kann daraus
geschlossen werden, in Deutschland würden staatliche
Stellen elektromagnetische Mind Control durchführen?
Vielleicht, denn bereits 1986 erschien am 18. November in
der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Artikel, in dem
über zwei Palästinenser berichtet wurde, die in Deutschland
vor Gericht standen. Beide behaupteten, sie wären im
deutschen Untersuchungsgefängnis mit elektromagnetisch
übertragenen Stimmen zermürbt worden. Im Laufe meiner
Recherchen wurde mir von zwei Fällen berichtet, in denen
das US-Militär in Deutschland ohne Wissen der betroffenen
Bevölkerung Versuche mit elektromagnetischer Beeinflussung
durchführt: Nahe Rammstein in Rheinland-Pfalz soll sich
eine entsprechende Forschungseinrichtung der US Air Force
befinden und eine ähnliche Einrichtung gebe es in auf einem
US-Militärstützpunkt im Raum Würzburg .
Fernsteuerung
von Menschen: Implantate
Ein
weiterer Weg zur Beeinflussung von Menschen ist die direkte
Informationsübertragung zwischen einer Person und einer
Sende- bzw. Empfangsstation. Die entsprechenden Techniken
werden als Biotelemetrie bezeichnet. Zur Biotelemetrie
gehören auch Implantate, winzige Apparate, die in einen
menschlichen Körper eingesetzt werden und die sowohl Daten
aus dem Menschen an einem sich außerhalb befindlichen
Empfänger senden als auch Botschaften von einer sich
außerhalb befindlichen Sendestelle empfangen können. In
einigen Staaten werden Implantate und Minisender in
offiziellen Regierungsprogrammen unter dem Stichwort
Monitoring bereits an Haustieren oder Häftlingen getestet,
so in den USA, Japan, Schweden, Großbritannien oder den
Niederlanden . In Deutschland werden ähnliche Programme
seit einigen Jahren diskutiert.
Implantate können an fast beliebiger Stelle im Nervensystem
eines Menschen eingesetzt werden, sogar im Gehirn. Ist das
Implantat mit dem Nervensystem verwachsen, “können
Subjekte (Menschen, Anm.) 24 Stunden überwacht werden und
durch elektronische Eingriffe kann ihr Verhalten gesteuert
werden. Dadurch wird es möglich sein, auf Menschen und ihr
Verhalten ohne direkten Kontakt Kontrolle auszuüben”
. An dieser von den beiden Kriminologen Ingraham und Smith
in den 70er Jahren beschriebenen Nutzung von Implantaten
hat sich nicht viel geändert, nur die Implantate sind
mittlerweile durch die Mikrochiptechnik auf Größe eines
Stecknadelkopfes zusammengeschrumpft. Ihre Wirkung erzielen
Implantate, so Ingraham und Smith weiter, auf zwei
verschiedenen Wegen: Zum einen durch die Blockierung
bestimmter Reaktionen mittels über die Implantate
ausgelöste Furcht, Desorientierung, Hemmung oder
Bewusstlosigkeit und zum anderen durch die Konditionierung
bestimmter Verhaltensweisen mittels angenehmer oder
unangenehmer über die Implantate ausgelöster Reize.
Echte
Implantate und erfundene Außerirdische
Implantate werden oft auch im
Zusammenhang mit einem Gemisch aus Viehverstümmlungen,
Entführungen von Menschen durch Ufos und Außerirdischen
genannt. Abgesehen von der Tatsache, daß es sich bei Ufos
hauptsächlich um irdische Flugscheiben handelt ,
verschleiert das Suchen nach nichtvorhandenen Aliens den
Blick auf die menschlichen Kontrolleure. Implantate und
Viehverstümmlungen in Nordamerika und Westeuropa haben
einen höchst irdischen Hintergrund: Verdeckte
Regierungsprogramme und offiziell einsehbare Patente für
Implantate können diese Viehverstümmlungen erklären, ohne
daß Aliens aus fernen Sternbildern einfliegen müssen. Ich
vertrete die Auffassung, daß entführten Personen und Vieh
auf der Weide Implantate zu Versuchszwecken eingesetzt
werden; daß bei Menschen dieses als angebliche Entführung
durch Außerirdische mittels Gehirnwäsche als falsche
Erinnerung programmiert wird; und daß die
Viehverstümmlungen dazu dienen, die Implantate wieder zu
entfernen, damit sie nicht in unbefugte Hände geraten.
Gehirnwäsche, so habe ich weiter oben gezeigt, ist durchaus
in der Lage, Menschen alles mögliche als Erinnerung
einzutrichtern. Und das für die Entfernung von Implantaten
aus Tierkörpern notwendige technische Gerät gibt es
entgegen der Behauptungen von Ufologen sehr wohl auf der
Erde: Es handelt sich um das vom Phillips Laboratory auf
der Kirtland AFB entwickelte tragbare Laser Medical Pac,
dessen Laser wie ein Skalpell schneidet und gleichzeitig
die Blutung stillt .
Kontrolle von
Menschenmassen
Aufstände und Revolutionen
waren und sind notwendig für den gesellschaftlichen
Fortschritt, waren und sind aber auch bei den jeweils
Herrschenden aus nachvollziehbaren Gründen unerwünscht.
Daher rüsten sich die zur Zeit Herrschenden mit sogenannten
Nonlethal Weapons, zu deutsch nicht-tödliche Waffen, aus,
um diese im Falle des Falles gegen das eigene Volk
einsetzen zu können. Aufgeschreckt durch entsprechende
Fachartikel in den USA ließ das Europäische Parlament 1998
ein Arbeitspapier über diese Waffen mit dem Titel Bewertung
von Technologien zur politischen Kontrolle erstellen. Im
gleichen Jahr veröffentlichte das Institute for National
Security der US Air Force eine Referenzliste
nicht-tödlicher Waffen . Zusammengefasst eröffnen beide
Dokumente einen erschreckenden Einblick in die heutigen
Waffenkammer der bürgerlichen Demokratien:
- akustische Waffen wie Schallstrahlen, Schallgeschosse
oder Lärmschmerz;
- optische Waffen wie Lichtgranaten oder Blendschmerz;
- biotechnische Waffen wie Gestankgranaten oder Granaten
mit
Duftstoffen, die gleichzeitig freigelassene aggressive
Insektenschwärme anziehen;
- Hologramme, die zu Tode erschrecken oder große bewaffnete
Verbände vortäuschen;
- Physiologische Waffen wie Impulslärm oder
Reizüberflutung; und
- Mengenkontrollwaffen wie Gasgranaten oder Flammenwerfer
(!).
Alle diese Waffen wohlgemerkt dienen nicht in erster Linie
der Kriegsführung, sondern der Bekämpfung von Aufständen
und Revolutionen im eigenen Land! So steht es ausdrücklich
im Arbeitspapier des Europäischen Parlaments.
Mind Control
- Angriff auf Ihre Freiheit
In
diesem Aufsatz habe ich Ihnen einen Überblick über
diejenigen Techniken gegeben, die in den USA schon seit
einem Jahrzehnt unter der Bezeichnung Mind Control für
Unruhe und Proteste sorgen. In den USA gibt es verschiedene
nichtstaatliche Organisationen, die Dokumente über Mind
Control sammeln, Opfern helfen und staatliche Stellen durch
intensive Nachforschungen zur Herausgabe einschlägiger
Unterlagen zwingen. Es gibt Mediziner, die auf die
Behandlung der Opfer spezialisiert sind und Rechtsanwälte,
die diese Opfer in Klagen gegen den Staat vertreten. All
das ist auch bitter nötig, denn in den USA wurden und
werden immer noch Tausende von Bürgern in Menschenversuchen
zur Mind Control missbraucht. In der BRD scheint es zum
gegenwärtigen Zeitpunkt erst wenige Opfer von Mind Control
zu geben. Doch alleine die Tatsache, daß in Deutschland
alle in meinem Aufsatz beschriebenen Techniken bereit
stehen, bedroht Ihre persönliche Freiheit. Ein Hinweisen
auf Unfreiheit ist immer eine Einmischung in die
bestehenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse
im Kapitalismus. Solange nämlich diese Verhältnisse
bestehen, wird die Freiheit des Menschen immer in Gefahr
sein. Es gilt, sich dieser Gefahr entgegenzustellen. Denn:
Ein freies Für-sich kann es nur als engagiert in einer
Widerstand leistenden Welt geben (Jean Paul Sartre ).
Artikel von Heiner Gehring aus Raum&Zeit,
Teil 1
aus Nr. 126 11-12/2003 und Teil 2 aus Nr. 127
01-02/2004